Sonntag, 27. September 2026

Fortschritt beim Mastzellaktivierungssyndrom: die globalen Konsens-2-Diagnosekriterien nach sechs Jahren

 



Die internationale Expertengruppe um Prof. Dr. Lawrence B. Afrin und Prof. Dr. Gerhard J. Molderings hat in diesem Sommer eine umfassende Übersicht zu Diagnostik und Therapie von Mastzellaktivierungssyndromen (MCAS) und Mastozytose veröffentlicht. Auch wurde die Entwicklung der Diagnostik nach Einführung der Konsens-2-Diagnosekriterien vor sechs Jahren dokumentiert.

Die zentrale Botschaft der Arbeit:
a) MCAS ist eine häufige und nach wie vor meist unerkannte Erkrankung (17 bis 20 Prozent)
b) Normale Tryptase-Werte sowie fehlende Anaphylaxie schließen MCAS nicht aus.
c) Unterdiagnostik ist ein größeres Problem als Überdiagnostik.
e) Zur Diagnostik siehe Bild

Die Studie weist zudem darauf hin, dass MCAS an vielen Erkrankungen wie neurologischen, gynäkologischen Erkrankungen sowie Bindegewebserkrankungen wie hEDS oder Long Covid beteiligt sein kann.

Gleichzeitig zeigt die Arbeit auf, wie breit das therapeutische Spektrum inzwischen ist – von Antihistaminika, Cromoglicinsäure und Ketotifen über Omalizumab bis hin zu modernen zielgerichteten Therapien wie Avapritinib oder Midostaurin. Entscheidend bleibt jedoch nach wie vor: Es gibt keine Standardtherapie für Betroffene. Die Behandlung muss individuell an Symptome, Begleiterkrankungen und Verträglichkeit angepasst werden.

Es ist noch viel Forschung notwendig!

Hier der Link zu dem lesenwerten Fachartikel:
Quelle: Ehler-Danlos Organisation e.V.

Fortschritt beim Mastzellaktivierungssyndrom: die globalen Konsens-2-Diagnosekriterien nach sechs Jahren

  Die internationale Expertengruppe um Prof. Dr. Lawrence B. Afrin und Prof. Dr. Gerhard J. Molderings hat in diesem Sommer eine umfassende ...