Dienstag, 20. Januar 2026
"Alles hat seine Zeit": Warum Abstand von Selbsthilfegruppen auch gut tun kann
Im letzten Jahr habe ich mich aus einem sehr starken Bauchgefühl heraus aus fast allen Selbsthilfegruppen abgemeldet, die mich über Jahre begleitet haben. Es war keine Kurzschlussentscheidung, sondern ein Denk- und Fühlprozess über viele Monate - in dem ich schrittweise "ausstieg".
In dieser Zeit wurde mir klar, dass ich an einem Punkt angelangt bin, an dem ich meist "zuviel" weiß. Wenn man sich wie ich schon seit Jahren intensiv mit allen möglichen Themen aus der Psycho- bzw. Traumatherapie sowie der ganzheitlichen und funktionellen Medizin beschäftigt sowie über einen recht hohen Kenntnisstand bezüglich ME/CFS, MCAS und all den Begleiterkrankungen verfügt, dann ist man irgendwann "drüber". So erging es nicht nur mir, sondern auch anderen Betroffenen, die ich gut kenne.
Viele Fragen berührten mich nicht mehr, da ich sie in meinem Kopf sowie in den Foren schon zig mal durchgekaut hatte. Im Gegenteil: Ich ärgerte mich eher darüber, dass viele die Suchfunktion nicht nutzen, die so wertvolle Hinweise gibt und verhindert, dass Themen zum x. Mal durchgekaut werden.
Andere Diskussionen, die z.T. mit einer sehr starken Schwarz-Weiß-Sicht geführt wurden und kaum differenzierte Meinungen zuließen, belasteteten mich zutiefst. Ich bin ein sehr kritischer Mensch, der jede Frage mit allen Pro und Contras beleuchtet - musste jedoch feststellen, dass das teilweise eher als Angriff gesehen wird. Da ich helfen wollte, hielt ich das lange Zeit aus. Aber irgendwann fragte ich mich zurecht, warum ich das noch akzeptieren soll.
Und nicht zuletzt merkte ich, wie sehr ich mich von den sozialen Medien abhängig machte - obwohl viele Gruppen mir kaum mehr Mehrwert brachten.
Die sozialen Medien bieten Vorteile, die ich nicht missen möchte - aber sie haben auch ein gewisses Suchtpotential, das nicht zu leugnen ist. PC und Smartphone sind zudem nicht wirklich geeignete Werkzeuge, um ein konsequentes Pacing zu gestalten. Und auch wenn ich täglich immer viele Pausen einlegte, so reichten mir diese irgendwann nicht mehr aus. Meine Seele und mein autonomes Nervensystem verlangten nach noch mehr Ruhe, noch mehr Abstand. Sie verlangte nach Puzzeln, Büchern, Ruhe, frischer Luft, langsamen Bewegungen und Abstand. Und sie brauchte nach den Jahren der intensiven Beschäftigung mit all den Themen eine Pause.
Da ich im realen Alltag zudem mit vielerlei Problemen und Belastungen zu tun hatte (u.a. ein Tod einer sehr nahen Familienangehörigen mit allen Konsequenzen), war dies umso wichtiger.
Diesen Abstand gönne ich mir bis heute. Und mir wird gerade in den letzten Tagen, in denen mir bei FB wieder mehr Long Covid- und ME/CFS-Themen und -Beiträge in die Timeline gespült werden, bewusst, wie wichtig er ist. Vieles, was ich früher täglich mehrmals las und so mittrug, zieht mich heute sehr schnell runter.
Kurz:
Ich brauche aktuell nach wie vor den Abstand, um mich wieder mehr auf mein Leben außerhalb meiner vielen Erkrankungen konzentrieren zu können.
Eventuell wird sich das irgendwann wieder ändern. Aber noch nicht jetzt!
Daher mein Tipp:
Schaut gut auf Euch und achtet auf die Warnsignale.
Legt das Smartphone oft und lang genug beiseit, auch wenn es das einzige Kontaktmittel zu Eurer Umwelt ist.Ihr braucht auch die Zeit für Euch!
Donnerstag, 20. Februar 2025
Das Reactive-Programm
Während andere Weihnachten und Sylvester feierten, lagen mein Mann und ich mit einer schweren Corona-Erkrankung im Bett. Wir waren bemerkenswerte drei Wochen positiv, was erschreckend war.
Und während mein Mann recht schnell wieder auf ein akzeptables Level kam, so dauerte es bei mir viel, viel länger. V.a. hatte ich mit völlig neuen Symptomen zu kämpfen wie sehr schnellem Puls auf alle möglichen Reize und bei Spaziergängen. Die Angst, dass ich aus dem Tal nicht mehr herauskomme, war groß (und meldet sich auch heute noch manchmal).
Ich entschied mich daher für das reactive-Programm:
Das Programm beruht nicht nur auf der Dysregulation des Nervensystems und dem Brain Retraining, sondern erklärt v.a. auch, wie das Nervensystem einerseits beruhigt werden kann - und wie andererseits eine Leistungssteigerung erzielt werden kann.
Dieses Programm verfolge ich nun seit einigen Wochen. Gerade zu Beginn, als ich nur ein paar Meter schleichen konnte, um wieder stehen bleiben zu müssen, half es mir sehr.
Da hatte ich natürlich das Glück, dass mein Osteopath mir das nochmals sehr klar erklärte als Ergänzung (und mir deutlich machte, dass das auf fast alle Menschen zutrifft - und nur bei dem einen schneller, bei dem anderen langsamer geht). Er war früher Physiotherapeut beim HSV, kannte sich daher auch mit Rekonvaleszenz etc. recht gut aus.
Das nahm mir ein wenig die Angst - v.a. nachdem ich dann auch als Beweis ein EKG schreiben ließ und bei einer Lungenärztin war, wo alles o.B. war. Mit diesem Wissen konnte ich auch sehr viel befreiter z.B. die Somatic Experiencing-Übungen und das Brain Retraining durchführen.
Inzwischen habe ich mich auch wieder beim Spaziergang und den alltäglichen Aktivitäten vom Pulsoximeter emanzipiert, das bei sonnigem Wetter sowieso nicht richtig funktioniert. Da hat mir meine Physiotherapeutin wieder gut zugeredet. Bei meinen Muskelaufbau-Übungen wiederum bin ich noch vorsichtig, arbeite mich jedoch langsam ein - und kontrolliere noch sehr viel.
Dienstag, 31. Dezember 2024
Die Schmetterlingsumarmung
Die Schmetterlingsumarmung ("Butterfly Hug" oder "Hug of self-love") hat sich bewährt, um den eigenen Stress herunterzuregulieren und sich selbst zu beruhigen.
Woher kommt die Übung?
Die Übung wurde zum ersten 1997 von den beiden Traumatherapeuten Lucina Artigas und Ignacio Jarero
eingesetzt, als sie Überlebende des Hurricans Pauline in
Mexiko betreuten. Die Überlebenden konnten sich in Ausnahmesituationen damit emotional stabilisieren.
Nach diesem erfolgreichen Einsatz fand die Übung ihren Platz in der Trauma- und Angsttherapie. Sie wird inzwischen jedoch auch im Alltag immer wieder angewendet.
Wie funktioniert die Übung?
- Kreuzen Sie die Arme über der Brust. Ihre Fingerspitzen sollten
unterhalb Ihrer Schlüsselbeine liegen. Achten Sie darauf, dass Ihre
Hände so vertikal wie möglich liegen, also eher Richtung Hals.
- Bewegen Sie anschließend sanft die Hände auf
und ab und klopfen bzw. tippen Sie mit den Fingerspitzen sanft auf die jeweilige Stelle
unter Ihrem Schlüsselbein. Dieses Tappen können Sie abwechselnd
links und rechts oder auch mit beiden Händen gleichzeitig ausführen.
- Bewegen Sie Ihre Hände in einem freien Rhythmus und einem angenehmen Tempo.
- Atmen Sie dabei langsam in den Bauch ein und länger wieder aus.
- Sie können gerne während dieser Bewegung die Augen schließen.
- Senken Sie die Arme wieder, wenn Sie das Gefühl haben, dass es ok ist.
Welches Prinzip steckt hinter der Übung?
Diese Technik wird auch als Duale Aufmerksamkeits-Stimulation
bezeichnet. Die ausführenden Personen beruhigen sich taktil durch eine bestimmte Bewegung und gedanklich durch Achtsamkeit. (Wichtig! Es handelt sich hierbei nicht um eine bilaterale
Hemisphärenstimulation wie beim EMDR).
Damit wirkt die Schmetterlings-Umarmung auf zwei Arten beruhigend.
Zum einen geben wir uns das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, wenn wir uns selbst umarmen. Zum andern fördert die angenehme Selbstberührung die Ausschüttung von Oxytocin, das wiederum eine stressregulierende Wirkung auf die Amygdala, unserem neuronales
Stresszentrum im Gehirn, hat.
Darüber hinaus wird der präfrontale Cortex durch die Achtsamkeit der Übung aktiviert, was den Stress minimiert. Dieser ist in
unserem Gehirn zuständig für die Verarbeitung von Emotionen und stellt
damit quasi unser Steuerungszentrum dar.
Quelle: Mauritz, Sebastian: Der Butterfly Hug - Schnell und einfach Stress regulieren
, auf https://www.resilienz-akademie.com/resilienz-hacks/butterfly-hug/
Samstag, 30. November 2024
Informationsblatt für Physiotherapeuten auf der Homepage des deutschen ME/CFS-Verbandes erhältlich
In diesem Blog wurde bereits ein Beitrag zum Thema "Physiotherapie und ME/CFS" veröffentlicht.
In diesem werden die Besonderheiten der Erkrankung erläutert sowie die Notwendigkeit des Pacings betont. Basierend darauf wird auf einige Quellen des internationen Physiotherapie-Verbandes verlinkt.
Die deutsche Gesellschaft für ME/CFS bietet darüber hinaus seit Kurzem ein Informationsblatt als Download an, das problemlos ausgedruckt und an die behandelnden Therapeuten ausgehändigt werden kann.
Sie finden das Informationsblatt hier.
Freitag, 22. November 2024
Prof. Dr. Stark Live Expert Session: Ein Patienten-Werkzeugkasten für stressige (Weihnachts)zeiten
Die Weihnachtszeit steht vor der Tür – und obwohl sie eine Zeit der Ruhe und Besinnung sein sollte, empfinden viele sie als besonders anstrengend und emotional belastend.
Die festliche Hektik, die Erwartungen und der soziale Druck werden
schnell zu viel. Für Menschen mit ME/CFS, LongCovid & PostVac ist
diese Zeit oft eine doppelte Herausforderung – sowohl körperlich als auch mental.
Vielleicht
kennen Sie das auch: Die Erschöpfung fühlt sich ohnehin schon
erdrückend an, und doch möchten Sie genau wie jeder andere die festliche
Zeit genießen – Momente der Ruhe finden, sich mit anderen verbinden und
den Zauber dieser Jahreszeit spüren.
Aber es fällt schwer, sich diesen
kleinen Freuden hinzugeben, wenn der Körper am Limit ist und der Geist
nicht zur Ruhe kommt.
In der kommenden LIVE Expert Session am 09.Dezember um 18 h bietet
Prof. Dr. Stark daher einen „Werkzeugkasten“ an bewährten Techniken,
Methoden und
Impulsen, die Sie in stressigen oder schwierigen Momenten
stabilisieren und Ihnen helfen, in dieser Zeit das innere Gleichgewicht
zu bewahren.
Sonntag, 17. November 2024
Neu! "Kopf über Wasser: Leben mit ME/CFS und MCAS" nun auch als E-Book erhältlich
Das Buch "Kopf über Wasser: Leben mit ME/CFS und MCAS" ist nun auch als E-Book-Ausgabe für 10,99 EUR erhältlich, u.a. bei amazon.de
Dort finden Sie inzwischen auch die ersten Reszensionen zu der Printausgabe.
Freitag, 8. November 2024
Die liegende Acht
Die liegende Acht (oder die
Lemniskate) ist ein Symbol, das den meisten von uns aus dem
Mathematik-Unterricht geläufig sein dürfte – und sicherlich manche früher in den
Wahnsinn getrieben hat.
Sie steht jedoch nicht nur im mathematischen Sinne für
Unendlichkeit, sondern auch im philosophischen und spirituellen Bereich. Damit gilt sie als Symbol für das Zusammenspiel von
Gegensätzen und die Unendlichkeit der Seele über den Tod hinaus. In
vielen Kulturen steht sie zudem für Glück, Ewigkeit und
Beständigkeit. Darüber hinaus
wird sie gern von Künstlern in deren Werken als Symbol für die ewige Liebe genutzt - wie in Kunstwerken, Schmuckstücken zu sehen ist. Und auch im normalen Leben
begegnet sie uns immer wieder wie z.B. bei einer Carrera-Bahn.
Für uns ME/CFSler kann sie – in Übungen eingesetzt –
eine wichtige Rolle spielen.
Als Übung aus der Kinesiologie und Physiotherapie hat sie enorme Vorteile und
Effekte:
- . Du kannst sie auf unterschiedliche Art und Weise durchführen.
- Du kannst sie auch im schwersten Zustand durchführen.
- Du kannst sie überall und völlig unauffällig durchführen.
- Sie beruhigt Dich und senkt die Aktivität des Sympathicus.
- Sie kann Augen und Gesicht sowie Halswirbelsäule entspannen.
- Sie fördert die Konzentration und hilft bei Brainfog.
- Sie macht das Lernen, Schreiben und Lesen leichter.
- Sie unterstützt die Körperwahrnehmung
- Sie stimuliert das Gleichgewichtssystem.
- Sie unterstützt Fein- und Grobmotorik.
- Sie fördert die Zusammenarbeit der linken und der rechten Gehirnhälften
- Sie unterstützt die Kommunikation zwischen den beiden Körperseiten.
- Sie kann die Halswirbelsäule stabilisieren und stärken.
- Sie
kann das Energiesystem stabilisieren etc. etc.[1]
Wie führst Du die Übung durch?
- . Ohne
Bewegung im Liegen
Du kannst still liegen und die Übung in Gedanken machen. Achte darauf, dass Dein Kopf flach liegt und guten Halt hat. Forme dann vor Deinem inneren Auge eine liegende Acht. Dafür kannst Du die Augen geöffnet oder geschlossen halten. Konzentriere Dich auf einen Punkt zwischen Deinen Augen oder vor der Nase, der den Mittelpunkt darstellen soll. Oft wirst Du merken, dass Du Deine Nase unbewusst dann ganz leicht bewegst. Führe die Übung in unterschiedlichen Richtungen durch. Und achte auf Dein ureigenes Deinem Tempo. Du hast alle Zeit der Welt.
- Leichte
Bewegung im Liegen
Wenn Du etwas mehr Kraft hast, kannst Du die Bewegung mit der Nase etwas größer ausfallen lassen. Male die Kreise mit der Nasenspitze in der Luft. Die Bewegung muss nach wie vor nicht groß sein. Aber Du wirst in Deiner Halswirbelsäule merken, wie sich die Muskeln entspannen. - Leichte
Bewegung im Stehen
Die zweite Übung kannst Du auch im Stehen durchführen. Lehne Dich mit gebeugten Knien an eine Wand, sodass Rücken und Kopf gut anliegen. Rolle ein Handtuch zusammen und lege Dir dieses in den Nacken, damit dieser gut gestützt ist. Mache dann die Übung, indem Du mit der Nase die liegende Acht in der Luft formst. - Etwas
mehr Kraftaufwand notwendig
Wenn Dir die Übung ohne Hilfsmittel schwerfällt, nutze einen Stift, den Du mittig vor Dein Gesicht hältst und nutze diesen als Anhaltspunkt. Dort, wo sich der Stift befindet, befindet sich die Achse Deiner liegenden Acht. - Training
für die Arme
Du kannst auch Deine Arme zur Hilfe nehmen. Lege beide Handflächen aufeinander, halte die Arme hoch und führe nun mit diesen die liegende Acht vor Deinem Gesicht – in Höhe der Augen – durch. Folge mit Deinen Augen der Bewegung Deiner Daumen. So werden Deine Augen automatisch die Bewegung mit durchführen. - Training
für die Schultern
Du kannst natürlich auch einen Stift in die Hand nehmen und mit einem Arm aus der Schulter heraus die liegende Acht malen. So trainierst Du Deine Arm- und Schultermuskeln. Wechsele Deine Arme ab. Achte dabei jedoch darauf, Dich nicht zu überfordern. Und denk immer daran, dass sich die gedachte Achse der Acht mittig vor Deinem Gesicht befinden sollte. - Beweglichkeit
im ganzen Körper
Auch im Qi Gong gibt es eine Übung zur liegenden Acht, um die beiden Körperhäften zu harmonisieren.
https://de.video.search.yahoo.com/yhs/search?fr=yhs-trp-001&ei=UTF-8&hsimp=yhs-001&hspart=trp&p=liegende+acht+meditation&type=Y143_F163_201897_011323#id=2&vid=b297a9dd5d7ce95ec19e61462ff278ee&action=click. - Male
die liegende Acht
Und nicht zuletzt kannst Du die liegende Acht auch malen: Mit unterschiedlichen Materialien, in unterschiedlichen Größen. Alles ist möglich. Je nach Schnelligkeit gerätst Du dann in einen meditativen Zustand. - Nutze Hilfsmittel
Z.B. wird von Montessori Lernwerten die liegende Acht in Form einer flachen Kugelbahn mit Kugeln angeboten, um die Übungen vertiefen zu können und v.a. Kindern die Übungen zu erleichtern. So kann spielerisch die Konzentrationsfähigkeit, innere Ruhe und Stille, Augen- und Handmotorik, Rechts-Links-Integration das periphere Sehen verbessert werden.
Energetische Übungen mit der liegenden Acht
Darüber hinaus findest Du einige energetische Übungen, bei denen die liegende
Acht eine entscheidende Rolle spielt:
·
Stelle dir in deinem Inneren die Emotion, die
Person, die Situation oder das, was du abtrennen möchtest, vor. Verbinde damit
die Gefühle, die du in dem Zusammenhang loslassen
möchtest.
·
Male mit deiner Hand in der Luft eine liegende
Acht. Bitte achte darauf, dass Du dabei in dem einen Kreis stehst. In dem
anderen Kreis steht das, was du ablösen möchtest. Fahre mit der Hand mehrmals
die liegende Acht nach.
·
Trenne dann die beiden Kreise imaginär am
Kreuzungspunkt bzw. an der Achse voneinander. Fahre mit deiner Hand mehrmals
von oben nach unten durch den Mittelpunkt der Lemniskate. Schiebe die beiden
Hälften mit deinen Händen auseinander. Lasse bewusst los.
·
Wenn Dir das Trennen der beiden Kreise sehr
schwerfällt, kannst Du Dir imaginär einen inneren Helfer suchen, der für Dich
diese Handlung übernimmt.
Diese Übung kannst Du natürlich auch mit Papier und Stiften, also
gegenständlich ausführen:
·
Male eine liegende Acht.
· Schreibe dabei deinen Namen in den linken Kreis. Die Belastung, die du loslassen möchtest, schreibst Du so konkret wie möglich in dem rechten Kreis. Fahre das Symbol im Uhrzeigersinn mehrere Male nach. Zum Abtrennen zeichne einen dicken Strich oder mehrere Striche von oben nach unten durch die Achse. Du kannst dazu Farben nach deiner Intuition verwenden. Lass in diesem Moment bewusst los.
2.
Grenzen setzen[3]
Imaginäre liegende Achten (in der Luft oder am Boden), wenn Dir Menschen zu
nahe kommen. Wichtig dabei ist, dass du dich in der einen
Hälfte befindest, während die andere Person in der anderen Hälfte steht.
Auch diese Übung kannst Du natürlich malerisch umsetzen.
3. Meditationen
zur liegenden Acht
findest Du u.a. hier:
https://www.youtube.com/watch?v=ooPmrH0TCKQ
Es gibt noch viel mehr mit der liegenden Acht zu entdecken!
Viel Spaß beim Ausprobieren, Üben und Aufspüren!
[1] Siehe auch https://www.bhandelt.at/liegende-acht/, zuletzt aufgerufen am 08.11.2024
[2] https://www.dieenergieoase.de/post/liegende-acht-rituale, zuletzt aufgerufen am 08.11.2024
[3] S.o.
Samstag, 2. November 2024
Buch "Kopf über Wasser: Leben mit ME/CFS und MCAS"
Bei Buch.de wiederum findet man das Buch bereits mit Bild:
Dienstag, 29. Oktober 2024
Die ME/CFS Community hat ihr Programm ausgeweitet
Fühlen Sie sich isoliert und vermissen Sie Ihre Hobbys?
Dann ist die ME/CFS Community mit ihren kostenlosen Angeboten einen Versuch wert!
Melden Sie sich bei Interesse einfach unter https://link.mecfs.space/kalender an.
Mittwoch, 9. Oktober 2024
1. Tag der nicht sichtbaren Behinderungen: 20. Oktober
Der Verein gemeinsam zusammen e.V., der sich deutschlandweit für die Stille Stunde in Geschäften und Freizeiteinrichtungen einsetzt, möchte am 20. Oktober ein Zeichen für die unsichtbar Behinderten setzen.
Dieser Tag soll zum 1. Tag der nicht sichtbaren Beeinträchtigungen werden.
Zu den nicht sichtbaren Behinderungen gehören u.a. ADHS, Autismus, Epilepsie, Schizophrenie, geistiger Behinderung oder Lernbehinderung, aber auch Erkrankungen wie MCS, ME/CFS, MCAS, PTBS etc. etc.
In dem Aufruf des Vereins werden folgende Möglichkeiten aufgezeigt, am 20. Oktober sichtbar zu werden, um deutlich zu machen, dass Barrierefreiheit auch für ME/CFSler und MCASler gilt:
- Stellen Sie am 20. Oktober Kerzen in Form einer 28 auf und schicken Sie uns das Bild über die sozialen Netzwerke.
- Starten Sie einen kleinen Stillen Marsch - eine kurze Strecke. Menschen, verbunden mit Seilen oder Schals. Wir wollen Verbundenheit zeigen, auch wenn man sich ggf. zurückziehen muss - Einsamkeit macht krank.
- Fragen Sie in Ihrem Kreis bei den Verantwortlichen für das Thema Inklusion nach, ob etwas geplant ist. Verteilen Sie die Info in Ihrem Netzwerk.
- Folgen Sie unserem Live-Stream , motivieren Sie Menschen, ab 20. Oktober ein Zeichen zu setzen?
- Sagt den Betroffenen und Familien bescheid: Wer nicht auf die Straße gehen kann, kann online teilnehmen.
Mittwoch, 2. Oktober 2024
Jahreszeitenwechsel und MCAS
Mit dem eintretenden Jahreszeitenwechsel wird sich wahrscheinlich der/die eine oder andere noch schlechter fühlen. Herbststürme, Regenphasen, Kälte bringen bei manchen Symptome mit sich, die sie im Sommer garnicht kennen. Es ist - zumindest bei MCAS - erwiesen, dass gerade die Wechsel von Winter auf Frühjahr und von Sommer auf Herbst stark herausfordernd sind und oft Schübe verursachen können. Nasse Kälte kann bei Fibromyalgie wiederum ein starker Trigger sein.
Auch mich hat es seit vorgestern stark erwischt - wobei ein Mastzellschub kaum von einem Crash unterschieden werden kann.
Ich kenne das von den vielen Jahren zuvor schon... und auch wenn ich hoffe, dass der Schub im Herbst ausbleibt, so muss ich ihn doch immer wieder akzeptieren - und darf aber immer wieder auf das Frühjahr hoffen, wo es wieder bergauf geht.Aber ich weiß auch, dass ich in den nächsten Monaten kürzertreten und mich wappnen muss.
Denken Sie daran, dass die Jahreszeit des Herbstes und des Winters auch für alle Gesunden die Zeit des Sich zurücknehmens ist. Tiere machen Winterschlaf oder halten Winterstarre oder -ruhe. Und auch wir Menschen tun gut daran, das zu berücksichtigen.
Ziehen Sie sich warm an, aktiviert Thermacare-Pflaster, Heizdecken und Co.
Trinken Sie viel Tee (wenn Sie ihn noch vertragen) und ruhen Sie sich aus.
Denken Sie an Ihre Entspannungsübungen.
Nehmen Sie Vitamin C und Zink zu sich und achten auf die sonstigen Nährstoffspiegel.
Die "stille Stunde"
Ich weiß nicht, ob Sie in Ihrem Alltag oder beim Internet-Surfen auch schon auf die Initiative "Stille Stunde" https://www.stille-stunde.com/ gestoßen sind?
Die Bewegung hat ihren Ursprung in Neuseeland. Der Impuls kam von Theo Hogg, einem Angestellten im neuseeländischen Supermarkt "Countdown", da er selbst ein autistisches Kind hat. In Neuseeland wird die Stille Stunde ("Quiet hour") bereits flächendeckend praktiziert. Aber auch bei uns nimmt die Iniative an Fahrt auf.
Teilnehmende Institutionen, Geschäfte und Co. finden Sie hier:
https://www.stille-stunde.com/teilnehmer/
Was bedeutet die Stille Stunde konkret?
Basis-Maßnahmen:
- Mindestens eine Stunde wöchentlich
- Licht, möglichst dimmen
- Keine Durchsagen oder Musik
- Keine lauten (Handy-) Gespräche
- Keine aktiven Displays
- Geräusche an der Kasse reduziert
- Angestellte deutlich gekennzeichnet für Unterstützung
- Waren werden in dem Zeitraum nicht sortiert und eingeräumt
- Oder was immer Sie selbst noch bereit sind zu tun (bzw. nicht zu tun)
- Angestellte begleiten auf Wunsch den Einkauf"
Es
macht Mut!
"Alles hat seine Zeit": Warum Abstand von Selbsthilfegruppen auch gut tun kann
Im letzten Jahr habe ich mich aus einem sehr starken Bauchgefühl heraus aus fast allen Selbsthilfegruppen abgemeldet, die mich über Jahre be...
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Gerade wurde in einem Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung über eine erste Studie zu Naltrexone bei Long Covid und ME/ CFS berichtet http...
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Eine Studie über die Behandlung von Post-COVID-Syndrom (PCS) mit Amifampridin macht Hoffnung: Bei fünf PatientInnen führte die Einnahme ...
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Die Therapie eines Mastzellaktivierungssyndroms besteht in erster Linie darin, die mastzellaktivierenden Trigger zu vermeiden. Dies kann die...






