Freitag, 30. Oktober 2026
Studie: Paxlovid weist bei Hochrisiko-Patienten ein geringeres Risiko für Long Covid auf
Dienstag, 27. Oktober 2026
LDN: Studie enttäuschend
Die Ergebnisse einer Studie zu niedrig dosiertem Naltrexon (LDN) wurden veröffentlicht.
Leider zeigen sie, dass LDN die Erschöpfung, die Schmerzen und andere Symptome bei Patienten, die nach einer COVID-19-Erkrankung an ME/CFS erkrankten, nicht lindern konnte.
Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, die ich von ME/CFS science übernommen und übersetzt habe:
1) An der Studie nahmen 160 Teilnehmer teil, die an dem sogenannten „Post-COVID-19-Fatigue-Syndrom (PCFS)“ litten.
Die Patienten erfüllten die ME/CFS-Kriterien des Institute of Medicine aus dem Jahr 2015, mit der Ausnahme, dass die Symptome im Anschluss an eine COVID-19-Erkrankung auftreten und mindestens 3 statt 6 Monate andauern mussten.
2) Die Teilnehmer erhielten 16 Wochen lang entweder ein Placebo oder LDN. LDN wurde oral verabreicht, beginnend mit 1 mg täglich und, sofern vertragen, auf 4,5 mg erhöht. Das Medikament war relativ sicher, jedoch traten unter LDN mehr unerwünschte Ereignisse des Grades 3 oder höher auf, und ca. 25 % konnten die Dosis nicht auf 4,5 mg steigern.
3) Die Studie umfasst mehrere Themen wie Fatigue (FSS). Schmerzen (VAS), PEM
(PQSymp-12), Lebensqualität (EQ-5D-5L) sowie das Aktivitätsniveau (Schritte pro
Tag, gemessen über 7 Tage mit einem Schrittzähler).
4) Außerdem wurden mehrere körperliche Untersuchungen durchgeführt, darunter
Tests auf POTS, orthostatische Hypotonie, Handgriffkraft sowie ein
Sit-to-Stand-Test zur Beurteilung der körperlichen Fitness. Auch hier zeigten
sich keine signifikanten Unterschiede.
5) Insgesamt scheint es sich hier um ein eindeutiges Nullergebnis zu
handeln.
Fazit:
Damit belegt die Studie in keinster Weise die bisherigen offenen, unkontrollierten
Studien zu Long COVID oder ME/CFS und steht im Gegensatz zu der breiten Unterstützung für den Einsatz von LDN durch Ärzte und Patienten weltweit - was natürlich ein großer Widerspruch ist, und auch für viele sehr enttäuschend sein dürfte, v.a. für diejenigen, die das Medikament nach wie vor im Offlabel-Gebrauch selbst bezahlen.
Gleichzeitig sollte man sich jedoch bewusst sein, dass es sich in der Studie
a) um eine kürzere Erkrankungszeit (3 Monate statt 6 Monate) sowie
b) nur um ME/CFS, das durch eine Covid-Erkrankung ausgelöst wird,
handelt.
Auch gingen die Autoren der Studie sehr forsch in der Medikamentisierung vor, indem sie bereits mit 1 mg begannen, während vielen Erkrankten sehr viel niedrigere Einstiegsdosen empfohlen werden. Der Beobachtungszeitraum von 16 Wochen ist m.E. auch viel zu kurz.
Zudem wurden die Einschlusskriterien wie bei vielen Post Covid- und ME/CFS-Studien s sehr breit gefasst und nicht weiter eingegrenzt.
M.E. geht es daher um weitere Differenzierung - und um eine stärkere Individualisierung.
Ich selbst nehme seit ca. fünf Jahren täglich LDN in Höhe von 4,5 mg und befinde mich damit schmerztechnisch auf einem ganz anderen Niveau. Während ich früher von "Todesschmerzen" sprach, benötige ich heute keine herkömmlichen Schmerzmittel mehr. Aber ich hatte auch zusätzlich zu ME/CFS und MCAS auch eine diagnostizierte Fibromyalgie.
Da ich das Medikament anfangs zur Immunmodulierung sowie als Prokinetium (ab 4 mg wirkt es gegen Verstopfung) verschrieben bekam, hatte ich keinerlei Erwartungen an die schmerzlindernde Wirkung. Auch wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nichts von meiner ME/CFS-- und MCAS-Erkrankung, da ich über 19 Jahre lang fehldiagnostiziert wurde. Daher kann bei mir auch ein Placebo-Effekt ausgeschlossen werden.
Quellen zur Studie findet Ihr hier:
https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0UrRUgZx3AMrtuaj6ngGi3WXAyjvDgCPnFtaf8RYvDWccXzszsadCWmTj8YXMZficl&id=100063821632681
Samstag, 17. Oktober 2026
In Österreich ist dicke Luft in der ME/CFS Community
Die Österreichische Gesellschaft für ME/CFS (ÖG ME/CFS) hat scharfe Kritik am Umgang des Gesundheitsministeriums mit ME/CFS und postakuten Infektionssyndromen (PAIS) geübt.
Freitag, 9. Oktober 2026
Eine sehr persönliche Sichtweise auf ME/CFS im Alter
Montag, 5. Oktober 2026
Die Rolle vom Histamin bei MCAS: Bei Anaphylaxie die Rettung, bei lokalen Betäubungen ein Risiko
Vielen MCAS-Betroffenen ist oft nicht klar,
Facebook: Adrenalin bei MCAS
Sonntag, 4. Oktober 2026
Wie bindet man schwerkranke Erkrankte in Studien ein?
Viele Studien zu Post Covid und ME/CFS tragen einen eklatanten Widerspruch in sich: Eine klinische Studie kann nicht patientenzentriert sein, wenn die am stärksten betroffenen Menschen nicht daran teilnehmen können.
Diagnostik bei Kindern mit MCAS
Ziel dieser retrospektiven Studie war es, die Merkmale eines klinisch diagnostizierten Mastzellenaktivierungssyndroms (MCAS) bei Kindern zu beschreiben.
Mittwoch, 30. September 2026
Trimetazidin bei ME/CFS: Studie in Australien
An der Deakin University in Australien soll die Wirksamkeit von Trimetazidin bei ME/CFS einer hochwertigen klinischen Studie bewertet werden: https://impact-trials.deakin.edu.au/trial/tri-me-trial-a-new-treatment-trial-for-myalgic-encephalomyelitis-chronic-fatigue-syndrome-me-cfs/
Das Medikament wird bei Erwachsenen als Zusatztherapie zur symptomatischen Behandlung der stabilen Angina pectoris eingesetzt, wenn Patienten mit antianginöser First-Line-Therapie nicht ausreichend eingestellt sind oder diese nicht vertragen.
In einem kürzlich durchgeführten Wirkstoff-Screening-Programm zeigte das Medikament vielversprechendes Potenzial, die Kernsymptome von ME/CFS zu bekämpfen, indem es die mitochondriale Dysfunktion – den wahrscheinlichen Pathomechanismus bei ME/CFS – umkehrt.
Das Medikament verbessert die Effizienz der Energiegewinnung im Körper, indem es einen bestimmten Energieproduktionsweg fördert. Dabei unterstützt es den Körper, Glukose als Kraftstoff anstatt der Fettsäuren zu nutzen. Betroffene, die es auf eigene Faust einnehmen, berichten von einer Schmerzreduzierung.
Dienstag, 29. September 2026
Drei Studien in den USA – drei verschiedene Medikamentenkombinationen und Herangehensweisen bei Long Covid
a) Die Studie REVERSE-LC:
Hier wird Baricitinib an 550 Teilnehmern getestet. Es handelt sich um eine große randomisierte, doppelblinde Phase-3-Studie.
Baricitinib unterdrückt Teile der Entzündungssignale des Immunsystems, und die Forscher untersuchen unter anderem die Auswirkungen auf Fatigue-Symptome, PEM, kognitive Funktionen, körperliche Leistungsfähigkeit und Atemnot.
b) Die SHIELD-Studie:
(SARS-CoV-2
und Herpesvirus Inhibition for Ending Long COVID Dysfunction):
Hier kombinieren die Forscher bei rund 150 Teilnehmer Valacyclovir und
Celecoxib mit Paxlovid während einer 25-tägigen Behandlung. Dahinter steht die
Annahme, dass sowohl eine anhaltende SARS-CoV-2-Aktivität als auch eine
Reaktivierung von Herpesviren bei manchen Menschen mit Long COVID eine Rolle
spielen könnten. Eine frühere kleine Studie lieferte interessante Ergebnisse,
umfasste jedoch nur 24 Personen und hatte keine Placebo-Gruppe. Die Behandlung
wird nun gründlicher getestet.
c) Die Studie Anktiva:
Das Medikament Antikca wird in winer kleineren Phase-2-Studie mit 40 Teilnehmern getestet. Anktiva ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Erwachsenen mit nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs und soll die Aktivität der NK- und T-Zellen beeinflussen.
Quelle:
Die FB-Gruppe COVID-19:
Scientific Sources and Reputable News,
Übersetzt mit DeepL.com
(kostenlose Version)
Differentialdiagnostik und Ausschlussdiagnostik bei MCAS und ME/CFS
Seitdem die Tochter einer Freundin einige Jahre fälschlicherweise auf ME/CFS diagnostiziert wurde, was sie fast ihr Leben kostete, beschäftige ich mich auch mit der Ausschlussdiagnostik, die weder bei ME/CFS noch bei MCAS in der notwendigen Ausführlichkeit durchgeführt wird.
Die Tochter hatte Myasthenia Gravis, was erst geglaubt wurde, als sie nach über einem Jahr mit Magensonde und Rollstuhl eine schwere, lebensgefährliche Krise hatte. Erst dann erhielt sie die adäquate Medikation.
Bei einer jungen Nachbarin, bei der lange Post Covid vermutet wurde und die im Garten mehrmals zusammenbrach (und deswegen im Krankenhaus landete), fand ein vierter Arzt heraus, dass die Schilddrüse nie richtig kontrolliert wurde. Durch die Covid-Erkrankung entwickelte sich eine Hashimoto-Erkrankung. Seitdem sie die Schilddrüsenhormone bekommt, ist sie wieder ein anderer Mensch.
Natürlich können solche Erkrankung auch begleitend oder als Folge zu Post Covid, MCAS oder ME/CFS auftreten.
Ich z.B. hatte begleitend zu ME/CFS und MCAS
- eine chronische EBV und Herpes Zoster Erkrankung (nach 22 Jahren entdeckt)
- starke Nebenwirkungen eines Antidepressivums, durch das ich über 19 Jahre lang täglich Krampfanfälle hatte (nach 19 Jahren entdeckt)
Des Weiteren leide ich neben vielen anderen Begleiterkrankungen heute noch unter:
- einer Schilddrüsenunterfunktion
- chronischen Gastritis und Speiseröhrenentzündung
- exokrinen Pankreasinsuffizienz
- einer leichten Schlaf-Apnoe (Zufallsbefund)
- Laktose- und Fructoseintoleranz
M.E. ist es ist grob fahrlässig, die Ausschlussdiagnostik zu vernachlässigen. Denn entscheidend ist bei multisystemischen Erkrankungen auch eine multisystemischer Ansatz, bei dem jedes Puzzelteil seinen Beitrag zur Linderung beitragen kann.
Ähnliche Symptome wie ME/CFS weisen u.a. folgende Erkrankungen auf, die jedoch
auch als Begleiterkrankung von ME/CFS auftreten können:[i]
1. Chronische Infektionen wie Hepatitis oder Lyme-Borreliose
2. Schilddrüsenerkrankungen
3. Magen-Darm-Erkrankungen wie Zöliakie oder Morbus Crohn
4. psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen
5. neurologische Erkrankungen wie multiple Sklerose oder Myasthenia Gravis
6. Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder das Sjögren-Syndrom
7. Krebs
8. Blutarmut (Anämie)
9. Nebenwirkungen von Medikamenten wie Antidepressiva
10. Schlafstörungen wie eine Schlafapnoe
11. chronische Schmerzerkrankungen
12.
schädlicher Drogen- oder Alkoholkonsum
Bei einer MCAS-Diagnostik wiederum müssten folgende Erkrankungen abgeklärt werden[i]:
1. Diabetes mellitus
2.
Porphyrie
3.
Hereditäre Hyperbilirubinämien
4.
Schilddrüsenerkrankungen
5.
Morbus Fabry
6.
Helicobacter-positive Gastritis
7.
Infektiöse Enteritis
8.
Parasitosen
9.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
10. Laktose- oder
Fruktoseintoleranz
11. Mikroskopische
Colitiden
12. Amyloidose
13. Briden,
Volvulus u. ä
14. Hepatitis
15. Cholecystolithiasis
16. Dunbar-Syndrom
17. Carcinoidtumor
18. Phäochromozytom
19. Pankreatische
endokrine Tumoren
20. Primäre
gastrointestinale Allergien
21. Hypereosinophiles
Syndrom
22. Hereditäres
Angioödem
23. Vaskulitis
24. Intestinale Lymphome
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Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) ist für die Anwendung bei Patienten zugelassen, die ein hohes Risiko für einen schweren akuten COVID-19-...
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Die Therapie eines Mastzellaktivierungssyndroms besteht in erster Linie darin, die mastzellaktivierenden Trigger zu vermeiden. Dies kann die...
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Gerade wurde in einem Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung über eine erste Studie zu Naltrexone bei Long Covid und ME/ CFS berichtet http...
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Ich selbst kann drei Programme empfehlen, wobei ich mich bei der Auswahl auf die deutschsprachigen Programme konzentriert habe. M.E. ist es...






