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Freitag, 30. Oktober 2026

Studie: Paxlovid weist bei Hochrisiko-Patienten ein geringeres Risiko für Long Covid auf

 
Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) ist für die Anwendung bei Patienten zugelassen, die ein hohes Risiko für einen schweren akuten COVID-19-Verlauf haben.

Die Erkenntnisse darüber, ob die akute Anwendung von Paxlovid vor postakuten Folgeerkrankungen einer SARS-CoV-2-Infektion (PASC) oder Long-COVID schützt, sind bei Hochrisikopatienten jedoch bisher uneinheitlich. Bei Niedrigrisikopatienten fehlen sie gänzlich.

Daher untersuchten Forscher den den Zusammenhang zwischen
a) einer Paxlovid-Behandlung innerhalb von 5 Tagen nach einer SARS-CoV-2-Infektion und
b) dem Auftreten von Long COVID sowie
c) Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen jeglicher Ursache in der postakuten Phase (30–180 Tage nach der Infektion).

Genutzt wurden dafür elektronische Gesundheitsdaten aus dem RECOVER-Repository des Patient-Centered Clinical Research Networks (PCORnet).

Die Studienpopulation umfasste 497.499 SARS-CoV-2-positive Patienten im Zeitraum vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023.

Von den Patienten, die mindestens einen Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf aufwiesen, wurden 159.659 innerhalb von 5 Tagen nach der Infektion mit mindestens einer Dosis Paxlovid behandelt, während 272.048 während der akuten Infektionsphase weder mit Paxlovid noch mit anderen COVID-19-Therapien behandelt wurden.

Ergebnis der Studie:
Erwachsene COVID-19-Patienten mit hohem Risiko, die nicht stationär behandelt wurden und innerhalb von 5 Tagen nach der SARS-CoV-2-Infektion mit Paxlovid behandelt wurden, wiesen in der postakuten Phase ein geringeres Risiko für Long COVID sowie für Krankenhausaufenthalte oder Todesfälle jeglicher Ursache auf.

Bei Patienten mit geringem Risiko wurde jedoch keine Verringerung des Long-COVID-Risikos durch Paxlovid beobachtet.

Ich kann daher nur jedem ME/CFSler und Post Covidler sowie MCAS-Erkrankten raten, sich Paxlovid verschreiben zu lassen. Zuvor sollte jedoch unbedingt das extreme hohe Potential der Wechselwirkungen beachtet werden.

Quelle der Studie:
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Dienstag, 27. Oktober 2026

LDN: Studie enttäuschend

 

Die Ergebnisse einer Studie zu niedrig dosiertem Naltrexon (LDN) wurden veröffentlicht.

Leider zeigen sie, dass LDN die Erschöpfung, die Schmerzen und andere Symptome bei Patienten, die nach einer COVID-19-Erkrankung an ME/CFS erkrankten, nicht lindern konnte.

Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, die ich von ME/CFS science übernommen und übersetzt habe:

1) An der Studie nahmen 160 Teilnehmer teil, die an dem sogenannten „Post-COVID-19-Fatigue-Syndrom (PCFS)“ litten.

Die Patienten erfüllten die ME/CFS-Kriterien des Institute of Medicine aus dem Jahr 2015, mit der Ausnahme, dass die Symptome im Anschluss an eine COVID-19-Erkrankung auftreten und mindestens 3 statt 6 Monate andauern mussten.

2) Die Teilnehmer erhielten 16 Wochen lang entweder ein Placebo oder LDN. LDN wurde oral verabreicht, beginnend mit 1 mg täglich und, sofern vertragen, auf 4,5 mg erhöht. Das Medikament war relativ sicher, jedoch traten unter LDN mehr unerwünschte Ereignisse des Grades 3 oder höher auf, und ca. 25 % konnten die Dosis nicht auf 4,5 mg steigern.

3) Die Studie umfasst mehrere Themen wie Fatigue (FSS). Schmerzen (VAS), PEM (PQSymp-12), Lebensqualität (EQ-5D-5L) sowie das Aktivitätsniveau (Schritte pro Tag, gemessen über 7 Tage mit einem Schrittzähler).

4) Außerdem wurden mehrere körperliche Untersuchungen durchgeführt, darunter Tests auf POTS, orthostatische Hypotonie, Handgriffkraft sowie ein Sit-to-Stand-Test zur Beurteilung der körperlichen Fitness. Auch hier zeigten sich keine signifikanten Unterschiede.

5) Insgesamt scheint es sich hier um ein eindeutiges Nullergebnis zu handeln.

Fazit: 
Damit belegt die Studie in keinster Weise die bisherigen offenen, unkontrollierten Studien zu Long COVID oder ME/CFS und steht im Gegensatz zu der breiten Unterstützung für den Einsatz von LDN durch Ärzte und Patienten weltweit - was natürlich ein großer Widerspruch ist, und auch für viele sehr enttäuschend sein dürfte, v.a. für diejenigen, die das Medikament nach wie vor im Offlabel-Gebrauch selbst bezahlen. 

Gleichzeitig sollte man sich jedoch bewusst sein, dass es sich in der Studie  
a) um eine kürzere Erkrankungszeit (3 Monate statt 6 Monate) sowie 
b) nur um ME/CFS, das durch eine Covid-Erkrankung ausgelöst wird, 
handelt. 


Auch gingen die Autoren der Studie sehr forsch in der Medikamentisierung vor, indem sie bereits mit 1 mg begannen, während vielen Erkrankten sehr viel niedrigere Einstiegsdosen empfohlen werden. Der Beobachtungszeitraum von 16 Wochen ist m.E. auch viel zu kurz. 

Zudem wurden die Einschlusskriterien wie bei vielen Post Covid- und ME/CFS-Studien s sehr breit gefasst und nicht weiter eingegrenzt. 

M.E. geht es daher um weitere Differenzierung - und um eine stärkere Individualisierung. 


Ich selbst nehme  seit ca. fünf Jahren täglich LDN in Höhe von 4,5 mg und befinde mich damit schmerztechnisch auf einem ganz anderen Niveau. Während ich früher von "Todesschmerzen" sprach, benötige ich heute keine herkömmlichen Schmerzmittel mehr. Aber ich hatte auch zusätzlich zu ME/CFS und MCAS auch eine diagnostizierte Fibromyalgie. 

Da ich das Medikament anfangs zur Immunmodulierung sowie als Prokinetium (ab 4 mg wirkt es gegen Verstopfung) verschrieben bekam, hatte ich keinerlei Erwartungen an die schmerzlindernde Wirkung. Auch wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nichts von meiner ME/CFS-- und MCAS-Erkrankung, da ich über 19 Jahre lang fehldiagnostiziert wurde. Daher kann bei mir auch ein Placebo-Effekt ausgeschlossen werden. 


Quellen zur Studie findet Ihr hier: 
https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0UrRUgZx3AMrtuaj6ngGi3WXAyjvDgCPnFtaf8RYvDWccXzszsadCWmTj8YXMZficl&id=100063821632681


https://www.medrxiv.org/content/10.64898/2026.10.22.26363582v1.supplementary-material?fbclid=IwY2xjawVNXE9leHRuA2FlbQIxMABwZG9mAWJyaWQRMWYxd0JJNlFQZjNPblJhMmRzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeAl3bIDYnCCiOJB53eqcs2Tp5OOB_NxhziYc-rHsf0T7kd2Dxa3o-08Kk1Lw_aem_uO4pV7OP2TQJ0e-YkUxYPQ

Samstag, 17. Oktober 2026

In Österreich ist dicke Luft in der ME/CFS Community



Die Österreichische Gesellschaft für ME/CFS (ÖG ME/CFS) hat scharfe Kritik am Umgang des Gesundheitsministeriums mit ME/CFS und postakuten Infektionssyndromen (PAIS) geübt.

Trotz dringenden Handlungsbedarfs wurden Gespräche mit Betroffenenvertretungen in diesem Jahr nicht fortgesetzt, deren ausgewiesene Expertise nicht ausreichend eingebunden und notwendige strukturelle Reformen nicht konsequent verfolgt.

Kritisch sieht die ÖG ME/CFS auch aktuelle Fortbildungsaktivitäten des Gesundheitsministeriums, wo das eigens eingerichtete Nationale Referenzzentrum für postvirale Syndrome nicht vertreten ist. Stattdessen werden Referenten eingeladen, deren bisherige Positionierungen zu ME/CFS erhebliche fachliche Kritik hervorgerufen haben.

Daher fordert die ÖG ME/CFS eine klare Kurskorrektur. Ob diese erfolgen wird, nachdem die letzten Anfragen noch nicht einmal beantwortet wurden, ist fraglich.

Fortsetzung des leidigen Themas folgt...

Freitag, 9. Oktober 2026

Eine sehr persönliche Sichtweise auf ME/CFS im Alter

 
Man lebt mit ME/CFS, MCAS und so vielen anderen Begleiterkrankungen zusammen, hat sich schon fast "eingegroovt" und eine gewisse Routine sowie ein - zugegeben sehr wackeliges, aber immerhin vorhandenes - Gleichgewicht entwickelt.

Und dann kommt das Alter...
... und damit die Wechseljahre bei einer Frau.
Spätestens bei der Postmenopause ist klar, dass frau gegensteuern muss. Das Hormonungleichgewicht verschlechtert eine bestehende Mastzellerkrankung. Die Homonersatztherapie ist ein Tropfen auf den heißen Stein, die Mastzellbasismedikation erhöht das Gewicht. Gleichzeitig wird man/Frau mit der Brüchigkeit der eigenen Knochen sowie Alterserkrankungen wie Arthrose und Co konfrontiert. Eigentlich bräuchte es Muskelaufbautraining, was mit ME/CFS nur ein schwacher Traum aus.

Die Ästhetik leidet auch:
Durch die SFN musste man bereits die Jeans und Baumwollhosen weggeben. Aufgrund der Erkältungsanfälligkeit muss ich ab Mitte September bis Ende August Mütze tragen, während andere bereits im T-Shirt draußen sitzen. Und nun kommen Einlagen sowie Gesundheitsschuhe, obwohl man all die Jahre trotz Krankheit zumindest die äußere Fassade gern beibehielt und sich zu gern mit schönen Schuhen und Kleidern umgab. Mit Meindl, Lunge und Co. sieht frau schon anders aus. Man mutiert zur praktisch-quadratischen Funktionskleiderpuppe.

Dann folgt die Pflegerin in Dir:
Mit dem Alter folgen dann auch die Gesundheits- und Pflegethemen der Eltern und Schwiegereltern. Plötzlich mutiert man zur Pflegeverantwortlichen, obwohl man selbst ein Pflegefall ist. Man begleitet Menschen beim Sterben und in den Tod - und wird selbst Mitglied im Verband für humanes Sterben.

Und zum Schluss die eine Hiobsbotschaft zuviel:
Wenn dann noch die eigenen Geschwister, die immer "die Gesunden" waren, sich plötzlich mit der Botschaft "Ich habe Krebs" melden, wird es brenzlig. Humangenetik, Genmutationen... und plötzlich die Fragen:

- Was ist, wenn ich als ME/CFSlerin nun auch vom Lynch Syndrom betroffen bin?
- Kann ich mir eine Radikal-OP überhaupt gesundheitlich leisten, nachdem ich bei einer Eileiter OP schon gecrasht bin? Was ist in meinem Fall überhaupt realistisch?
- Wie soll ich all die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen kräftemässig schaffen?
- Was würde ich tun, wenn ich nun auch nach meinem Vater und meiner Schwester an Krebs erkranken würde?

Ganz schnell wird klar, dass dieses brüchige Gleichgewicht ganz schnell kippen würde... und wie fragil das Leben ist. Dabei dann auch nich auf sein autonomes Nervensystem zu schauen, ist eine Herkulesaufgabe - und wirkt fast schon zynisch.

Im November habe ich einen Termin bei der Humangenetik.

Bis dahin gilt: Warten und meiner Schwester weiterhin für die Chemotherapie die Daumen drücken.

Montag, 5. Oktober 2026

Die Rolle vom Histamin bei MCAS: Bei Anaphylaxie die Rettung, bei lokalen Betäubungen ein Risiko


Vielen MCAS-Betroffenen ist oft nicht klar,

dass Adrenalin bei operativen Eingriffen und v.a. bei lokalen Betäubungen (Zahnarzt, Hautarzt) riskant ist, während es bei einer Anaphylaxie als Notfallmedikament dient.

Daher bin ich Bodychem sehr dankbar, dass sie diesen Widerspruch aufgreift und erklärt: 
Facebook: Adrenalin bei MCAS

Ich selbst hatte leider 2019 einen massiven Mastzellschub durch Procain (PRT-Spritzen aufgrund einer LWS-Problematik).

Daher bestehe ich seither selbst bei tiefergehenden Kiefern-OPs auf adrenalinfreie Betäubungen und habe mit diesen in den letzten Jahren bereits sieben gut überstanden (Zähne ziehen, NICO-Entfernung, Implantatsetzung). In der Regel wird Mepivacain gespritzt, in heiklen Fällen auch Bupivacain.
Auch beim Hautarzt wird bei Biopsien akzeptiert, dass ich nur Mepivacain toleriere. 


Sonntag, 4. Oktober 2026

Wie bindet man schwerkranke Erkrankte in Studien ein?


Viele Studien zu Post Covid und ME/CFS tragen einen eklatanten Widerspruch in sich: Eine klinische Studie kann nicht patientenzentriert sein, wenn die am stärksten betroffenen Menschen nicht daran teilnehmen können.


Ein neuer Artikel in „Frontiers in Public Health“ untersucht daher sowohl das Potenzial als auch die praktischen Herausforderungen dezentraler Long-COVID-Plattformstudien zu Offlabel-Medikamenten (u.a. LDN, Cetirizin, Famotidin): https://www.frontiersin.org/.../fpubh.2026.1822376/full

Im deutschsprachigen Umfeld geht man einen Schritt weiter:
Das neue Studienregister für die biomedizinische ME-Forschung im häuslichen Umfeld für Deutschland, Österreich und der Schweiz ist von enormer Bedeutung für viele Schwer- und Schwerstbetroffene. Ein Lichtblick am Horizont. 

Diagnostik bei Kindern mit MCAS



Ziel dieser retrospektiven Studie war es, die Merkmale eines klinisch diagnostizierten Mastzellenaktivierungssyndroms (MCAS) bei Kindern zu beschreiben.

Dieses Thema ist bei Kindern bislang nur unzureichend erforscht, und die Diagnosekriterien basieren auf Studien an Erwachsenen.

Ergebnis:
Viele Kinder mit einer klinischen Diagnose von MCAS erfüllten den derzeitigen Grenzwert für erhöhte Tryptasewerte von 11,2 ng/ml nicht, zeigten jedoch multisystemische Symptome, die mit einer Histaminfreisetzung vereinbar waren. Haut- und gastrointestinale Symptome traten am häufigsten auf (>70 %).

Viele Patienten wiesen zudem trotz Tryptase-Werten unter 11,2 ng/ml eine erhöhte Anzahl von Mastzellen in der Darmschleimhaut bei CD117-Färbung auf.

Darüber hinaus sprachen sie klinisch auf die MCAS-Basismedikation an. Zu den gängigen Therapien gehörten H1-/H2-Antihistaminika, Cromolyn und Ketotifen, wobei in 95 % der Fälle ein Nutzen berichtet wurde.

Schlussfolgerung:
Der derzeitige Tryptase-Grenzwert für die MCAS-Diagnose ist für Kinder möglicherweise nicht optimal. Eine CD117-Färbung von Biopsien der Darmschleimhaut kann die Diagnose erleichtern. Die klinischen Manifestationen und Behandlungsmuster bei pädiatrischem MCAS scheinen denen zu ähneln, die bei Erwachsenen beschrieben wurden.

Und damit wären wir wieder bei der Fragestellung, ob ein auffälliger Tryptase-Wert für eine MCAS-Diagnose notwendig ist - was ja auch Afrin, Moldrings und Co. verneinen.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Mittwoch, 30. September 2026

Trimetazidin bei ME/CFS: Studie in Australien

An der Deakin University in Australien soll die Wirksamkeit von Trimetazidin bei ME/CFS einer hochwertigen klinischen Studie bewertet werden: https://impact-trials.deakin.edu.au/trial/tri-me-trial-a-new-treatment-trial-for-myalgic-encephalomyelitis-chronic-fatigue-syndrome-me-cfs/

Das Medikament wird bei Erwachsenen als Zusatztherapie zur symptomatischen Behandlung der stabilen Angina pectoris eingesetzt, wenn Patienten mit antianginöser First-Line-Therapie nicht ausreichend eingestellt sind oder diese nicht vertragen.

In einem kürzlich durchgeführten Wirkstoff-Screening-Programm zeigte das Medikament vielversprechendes Potenzial, die Kernsymptome von ME/CFS zu bekämpfen, indem es die mitochondriale Dysfunktion – den wahrscheinlichen Pathomechanismus bei ME/CFS – umkehrt.

Das Medikament verbessert die Effizienz der Energiegewinnung im Körper, indem es einen bestimmten Energieproduktionsweg fördert. Dabei unterstützt es den Körper, Glukose als Kraftstoff anstatt der Fettsäuren zu nutzen. Betroffene, die es auf eigene Faust einnehmen, berichten von einer Schmerzreduzierung. 





Dienstag, 29. September 2026

Drei Studien in den USA – drei verschiedene Medikamentenkombinationen und Herangehensweisen bei Long Covid



In den USA sind aktuell drei Studien rund um Long Covid im Fokus: 

a) Die Studie REVERSE-LC:
Hier wird Baricitinib an 550 Teilnehmern getestet. Es handelt sich um eine große randomisierte, doppelblinde Phase-3-Studie.

Baricitinib unterdrückt Teile der Entzündungssignale des Immunsystems, und die Forscher untersuchen unter anderem die Auswirkungen auf Fatigue-Symptome, PEM, kognitive Funktionen, körperliche Leistungsfähigkeit und Atemnot.

b) Die SHIELD-Studie: 
(
SARS-CoV-2 und Herpesvirus Inhibition for Ending Long COVID Dysfunction):
Hier kombinieren die Forscher bei rund 150 Teilnehmer Valacyclovir und Celecoxib mit Paxlovid während einer 25-tägigen Behandlung. Dahinter steht die Annahme, dass sowohl eine anhaltende SARS-CoV-2-Aktivität als auch eine Reaktivierung von Herpesviren bei manchen Menschen mit Long COVID eine Rolle spielen könnten. Eine frühere kleine Studie lieferte interessante Ergebnisse, umfasste jedoch nur 24 Personen und hatte keine Placebo-Gruppe. Die Behandlung wird nun gründlicher getestet.

c) Die Studie Anktiva: 
Das Medikament Antikca wird in winer kleineren Phase-2-Studie mit 40 Teilnehmern getestet. Anktiva ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Erwachsenen mit nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs und soll die Aktivität der NK- und T-Zellen beeinflussen. 

Quelle: 
Die FB-Gruppe 
COVID-19: Scientific Sources and Reputable News, 
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Differentialdiagnostik und Ausschlussdiagnostik bei MCAS und ME/CFS


Seitdem die Tochter einer Freundin einige Jahre fälschlicherweise auf ME/CFS diagnostiziert wurde, was sie fast ihr Leben kostete, beschäftige ich mich auch mit der Ausschlussdiagnostik, die weder bei ME/CFS noch bei MCAS in der notwendigen Ausführlichkeit durchgeführt wird. 

Die Tochter hatte Myasthenia Gravis, was erst geglaubt wurde, als sie nach über einem Jahr mit Magensonde und Rollstuhl eine schwere, lebensgefährliche Krise hatte. Erst dann erhielt sie die adäquate Medikation. 

Bei einer jungen Nachbarin, bei der lange Post Covid vermutet wurde und die im Garten mehrmals zusammenbrach (und deswegen im Krankenhaus landete), fand ein vierter Arzt heraus, dass die Schilddrüse nie richtig kontrolliert wurde. Durch die Covid-Erkrankung entwickelte sich eine Hashimoto-Erkrankung. Seitdem sie die Schilddrüsenhormone bekommt, ist sie wieder ein anderer Mensch. 

Natürlich können solche Erkrankung auch begleitend oder als Folge zu Post Covid, MCAS oder ME/CFS auftreten. 

Ich z.B. hatte begleitend zu ME/CFS und MCAS 
- eine chronische EBV und Herpes Zoster Erkrankung (nach 22 Jahren entdeckt)
- starke Nebenwirkungen eines Antidepressivums, durch das ich über 19 Jahre lang täglich Krampfanfälle hatte (nach 19 Jahren entdeckt) 

Des Weiteren leide ich neben vielen anderen Begleiterkrankungen heute noch unter: 
- einer Schilddrüsenunterfunktion 
- chronischen Gastritis und Speiseröhrenentzündung 
- exokrinen Pankreasinsuffizienz 
- einer leichten Schlaf-Apnoe (Zufallsbefund) 
- Laktose- und Fructoseintoleranz 


M.E. ist es ist grob fahrlässig, die Ausschlussdiagnostik zu vernachlässigen. Denn entscheidend ist bei multisystemischen Erkrankungen auch eine multisystemischer Ansatz, bei dem jedes Puzzelteil seinen Beitrag zur Linderung beitragen kann. 


Ähnliche Symptome wie ME/CFS weisen u.a. folgende Erkrankungen auf, die jedoch auch als Begleiterkrankung von ME/CFS auftreten können:[i]

1.      Chronische Infektionen wie Hepatitis oder Lyme-Borreliose

2.      Schilddrüsenerkrankungen

3.      Magen-Darm-Erkrankungen wie Zöliakie oder Morbus Crohn

4.      psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen

5.      neurologische Erkrankungen wie multiple Sklerose oder Myasthenia Gravis

6.      Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder das Sjögren-Syndrom

7.      Krebs

8.      Blutarmut (Anämie)

9.      Nebenwirkungen von Medikamenten wie Antidepressiva

10.   Schlafstörungen wie eine Schlafapnoe

11.   chronische Schmerzerkrankungen

12.   schädlicher Drogen- oder Alkoholkonsum

Bei einer MCAS-Diagnostik wiederum müssten folgende Erkrankungen abgeklärt werden[i]:

   1.      Diabetes mellitus

2.      Porphyrie

3.      Hereditäre Hyperbilirubinämien

4.      Schilddrüsenerkrankungen

5.      Morbus Fabry

6.      Helicobacter-positive Gastritis

7.      Infektiöse Enteritis

8.      Parasitosen

9.      Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

10.  Laktose- oder Fruktoseintoleranz

11.  Mikroskopische Colitiden

12.  Amyloidose

13.  Briden, Volvulus u. ä

14.  Hepatitis

15.  Cholecystolithiasis

16.  Dunbar-Syndrom

17.  Carcinoidtumor

18.  Phäochromozytom

19.  Pankreatische endokrine Tumoren

20.  Primäre gastrointestinale Allergien

21.  Hypereosinophiles Syndrom

22.  Hereditäres Angioödem

23.  Vaskulitis

24. Intestinale Lymphome



Studie: Paxlovid weist bei Hochrisiko-Patienten ein geringeres Risiko für Long Covid auf

  Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) ist für die Anwendung bei Patienten zugelassen, die ein hohes Risiko für einen schweren akuten COVID-19-...