Samstag, 29. August 2026

Eine große Bitte an die StudienleiterInnen ME/CFS und Post Covid

 



Wie alle wissen, gibt es bei ME/CFS und auch bei Post Covid diverse Untergruppen. Auch wenn diese noch nicht benannt werden können, sollte man daher bei den Studien umso genauer hinschauen. Ansonsten werden diese weiterhin z.T. scheitern.

Bitte achten Sie daher auf detailliertere und passender Einschlusskriterien bei einer Studie.

In der Vergangenheit waren diese teilweise zu oberflächlich (siehe BC007). Dies führte u.a. zur Insolvenz des Medikamentenherstellers aufgrund der misslungenen Großstudie. Wir können froh und dankbar sein, dass die Uniklinik Erlangen mit Frau Hohberger hier achtsamer vorging - und dass es nun einen zweiten Anlauf für das Medikament mit einem anderen Namen gibt.

Nun passierte derselbe Fehler bei der Studie zur Immunadsorption an der Charité. Jeder Erkrankte, der sich damit auseinandergesetzt hat, weiß, dass beide Therapieformen nur Sinn ergeben, soweit die Neurotransmitterautoantikörper stark erhöht sind. Dies wurde jedoch z.B. vor den nun gescheiterten Studien nicht getestet (ME/CFS und Long Covid: Rückschläge und neue Ansätze für die Therapieforschung). 

Dasselbe bekomme ich nun bei Bupropion mit, wo die Dopaminspiegel nicht vorher gemessen werden.

Und ich befürchte, dass bei der geplanten Studie mit Rapamycin ähnliche Fehler begangen werden, obwohl dieses Medikament wirklich vielversprechend sein kann - sofern es bei den richtigen Leuten eingesetzt wird. Daher sind dort unbedingt umfassende Vorabuntersuchungen des Immunsystems sowie der Infektionslage (Thema chronische/ reaktivierte Infektionen im Hintergrund) notwendig, um die passenden Studienteilnehmer herauszufiltern.


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