Samstag, 17. Oktober 2026
Wer hat diese Zeilen geschrieben?
Freitag, 25. September 2026
Gutachten bei EM-Rente, Reha-Unfähigkeit, Schwerbehinderung und Pflege
Es wird Zeit, dieses Thema wieder aus der Versenkung zu holen, nachdem klar wird, dass so viele Betroffene ihre eigenen Rechte garnicht kennen.
Wie kannst Du Dich am besten vorbereiten?
a. Auswahl von drei GutachterInnen
(siehe Wie führe ich ein Pflege-Tagebuch?)
Liste Deine Einschränkungen auf, sammel Deine Befunde und Atteste.
Dienstag, 2. Juli 2024
Wie bei mir die ME/CFS anfing
Jeder hat seine persönliche und individuelle ME/CFS-Geschichte.
Meine ist sehr lang, da ich nun schon seit 21 Jahren erkrankt bin. Darüber hinaus ist sie geprägt von Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen sowie von einer Ärzte-Odysse, die ich so nicht mehr erleben möchte. Damit habe ich jedoch vieles mit anderen gemeinsam, die noch vor Covid erkrankt sind.
Bevor mich die ME/CFS aus dem
Leben riss, arbeitete ich als Marketing- und Kommunikationsleiterin in einem
Internet-Startup. Die Arbeit machte mir sehr viel Spaß. Aber der regelmäßige
Ärger mit meinem narzisstischen und cholerischen Chef zermürbte mich zusehends.
Oft geriet ich in meiner Sandwichposition zwischen Vorstand und Mitarbeitern in
unmögliche Stresssituationen. Mein Pflichtgefühl, das mir in Kindheit und
Jugend anerzogen wurde, war jedoch sehr groß. Und so machte ich weiterhin
Überstunden und sorgte dafür, dass alles glatt lief. Aber ich wusste, dass ich
kürzertreten und mehr an mich denken musste. Gesundheitliche Themen wie starke
wiederkehrende Migräne, Eisenmangel, Schilddrüsenunterfunktion, Gastritis und
Co. kannte ich bereits seit meiner Jugend. Nach einem Auffahrunfall litt ich
zunehmend unter starken Nackenverspannungen und -blockaden, die ich regelmäßig
vom Chiropraktiker behandeln ließ. Mir war klar, dass ich zu viel arbeitete und
dadurch kompensierte. U.a. lagen die Gründe für meine Neigung, zu viel zu
arbeiten, in einer schweren und traumatischen Kindheit und Jugend. Diese hatte
ich lange Zeit verdrängt. Meine frühere Magersucht aus der Jugend war zudem
noch latent vorhanden. Nach außen war sie kein Thema mehr, in meinem Innersten hatte
ich die Angst vor einer zu starken Gewichtszunahme jedoch nie wirklich besiegt.
Es wurde Zeit, mich mit meiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
retraumatisierung
Daher entschied ich mich für eine
Verhaltenstherapie, durch die jedoch sehr viele Traumata aus Kindheit und
Jugend an die Oberfläche kamen. Bis zu einem gewissen Grad kam ich gut damit
klar. Aber als der Verhaltenstherapeut dann ohne vorherige grundlegende
Stabilisierungsmaßnahmen mit der Trauma-Konfrontation anfing, geriet ich in
psychische Ausnahmezustände, die sich v.a. in Albträumen, Schlafschwierigkeiten,
starker Schreckhaftigkeit und Angst vor
lautem Gebrüll deutlich machten. Heute weiß ich, dass mein damaliger
Verhaltenstherapeut nicht professionell genug war, um die Trauma-Konfrontation adäquat
vorzubereiten und die Komplexität im Auge zu behalten. Er brachte mich damit in
Teufels Küche. Ich tat alles, um die Erinnerungen an die Gewalt von früher
abzuwehren. Aber ich schlief und aß immer weniger. Parallel arbeitete ich noch
mehr.
grippeschutzimpfung
So befand ich mich bereits in
einen gewissen Ausnahmezustand, als ich von meinem Hausarzt Ende 2002 eine
Grippeschutzimpfung bekam. Einen Tag nach der Impfung hatte ich Fieber, zwei
Tage später musste ich mich krankschreiben lassen. Insgesamt blieb ich drei
Wochen zuhause. Diesen Infekt wurde ich gefühlt nie wieder los. Für mich der Anfang der ME/CFS.
Ich erinnere
mich noch gut daran, dass ich meinem Hausarzt berichtete, kräftemäßig nicht
mehr auf die Beine zu kommen. Meine Blutwerte waren jedoch bis auf niedrige
Eisenspiegel alle in Ordnung. Damit war für mich die Sache klar, dass ich mich
einfach wieder auftrainieren muss. Ich arbeitete weiter, ging regelmäßig zum
Schwimmen und versuchte mein Leben mit meinem Freund so gut wie möglich zu
gestalten. Aber immer öfters kamen Zusammenbrüche, die sich in hartnäckigen
Migräne-Anfällen, Stirnhöhlenentzündungen sowie einem stark erniedrigten
Blutdruck etc. zeigten. Ich wurde immer blasser und dünner. Teilweise fuhr ich
mit dem Taxi zur Arbeit, weil ich es mit dem ÖPNV nicht mehr schaffte. Mitte 2003
war klar, dass ich eine Reha-Maßnahme benötige, wobei jedoch die Ursache für
meine Beschwerden zu 100 Prozent in meinen Traumafolgestörungen gesehen wurden,
die durch die Verhaltenstherapie und die dortige Retraumatisierung ans
Tageslicht kamen. Da sich in der Firma zudem wegen Streitigkeiten im Vorstand
die Stimmung stark verschlechterte, war ich selbst überzeugt, dass die
Situation am Arbeitsplatz meine Gesundheit darüber hinaus stark beeinträchtigt.
Mein erster Reha-Antrag wurde jedoch abgelehnt, da ich trotz all meiner
Beschwerden in den letzten drei Jahren nur drei Wochen krankgeschrieben war.
Nach einem Widerspruch wurde ich zu einem Gutachter geschickt, der mir dann
bestätigte, dass ich auf Kosten meiner Gesundheit arbeitete.
rehamassnahmen und
arbeitsunfähigkeit
So schaffte ich es dann doch in
die Reha-Klinik, die ich mir vorab ausgesucht hatte. Ich entschied mich damals
für die Klinik Heiligenfeld, u.a. aufgrund der interessanten Therapiemaßnahmen
und des intensiven Programms. Denn ich hatte große Angst vor Leerlauf.
Bevor ich die Reha-Maßnahme antreten konnte, spitzte sich die Situation auf der
Arbeit jedoch nochmals zu. Die Trauma-Erinnerungen ließen sich damit kaum mehr
deckeln. Ein Zusammenbruch war vorprogrammiert. Einige Wochen vor der Reha musste
ich mich krankschreiben lassen, da einfach nichts mehr ging. Meine Ärzte
forcierten damals die Aufnahme in die Klinik. Dort angekommen durfte ich
erleben, wie die dortigen Behandler meinen Panzer durchbrachen, was zur Folge
hatte, dass die schwere komplexe Posttraumatische Belastungsstörung in ihrer
Gänze zu Tage kam. Letztlich weinte ich tagelang und rutschte von einem
Ausnahmezustand in den anderen. Mein stark geschwächter körperlicher Zustand
wurde allein auf diese Traumata und meine Probleme mit dem Essen reduziert und
damit als sekundär betrachtet. Stabilisiert wurde ich jedoch nicht. Die Therapien
vor Ort, die v.a. in Gruppen stattfanden, waren zu aufwühlend. Einzig und
allein die Rhythmusgymnastik Taketina gab mir ein wenig Halt. Sechs Wochen
später wurde ich mit der Empfehlung für eine sechsmonatige Arbeitsunfähigkeit
und Wiedereingliederung entlassen. Darüber hinaus wurde mir angeboten, eine
Intervalltherapie zu machen. Ich selbst war anfangs mit der Empfehlung
überfordert und zu Boden zerstört. Denn eigentlich hatte ich gedacht, nach
sechs Wochen wieder zu „funktionieren“.
Der Empfang zuhause war sehr gemischt. Während mein Lebensgefährte sich rührend
um mich kümmerte, wurde ich in der Firma von meinem Chef sehr eisig begrüßt.
Der Streit eskalierte. Durch die Reha war mir zudem klar, dass das Verhalten
meines Chefs den Begriff Bossing verdiente. Daher konnte ich das
Wiedereingliederungs-Programm nur sechs Wochen durchziehen, bevor ich mich
wieder aus Selbstschutz krankschreiben ließ. Aber ich hatte an Klarheit
gewonnen und machte dem neuen Arbeitgeber klar, dass ich erst wieder kommen
werde, wenn mein Chef nicht mehr in der Firma tätig ist.
Dank meines sehr verständnisvollen Hausarztes und meines Lebensgefährten, der meine Pläne unterstützte, konnte ich mich dann erst einmal nur auf meine Erholung konzentrieren, was bitter nötig war.
Aus den sechs Monaten Arbeitsunfähigkeit und Wiedereingliederung sollten
letztlich zwölf Monate werden. In diesen suchte ich mir eine neue
Psychotherapeutin, die gleichzeitig als Trauma-Fachberaterin bei Michaela Huber
gelernt hatte. Denn mir war nach der Reha klar, dass ich bei meinem bisherigen
Therapeuten keine Möglichkeit haben werde, wieder stabiler zu werden. Darüber
hinaus ging ich nochmals für neun Wochen in dieselbe Klinik. Beim zweiten
Aufenthalt wurde jedoch deutlich, wie stark aufdeckend in dieser Klinik
gearbeitet wurde – und wie wieder einmal die Stabilisierung und v. a. auch
meine körperliche Erschöpfung unterschätzt wurde. Nicht nur einmal geriet ich
in Diskussionen mit einem sehr jungen Psychologen, der nicht verstand, warum
ich Therapien ausfallen lassen möchte. Das Verständnis für meine Situation war
nur bedingt vorhanden. Aktivierung war täglich angesagt. Vorgesehen war, mich
regelmäßig zu provozieren, damit ich „an meine Wut“ komme. U.a. musste ich in
der Gruppentherapie mit einem Stock auf einen Stoffballen einschlagen, was
schwere Sui*-gedanken zur Folge hatte. Daher ist es kein Wunder, dass damals
bereits die ersten Krampfanfälle auftraten, die im Entlassbericht jedoch keines
Wortes gewürdigt wurden.
heilung?
Zuhause wurde ich zum Glück von
meiner Therapeutin aufgefangen. Mir war klar, dass ich all die Erinnerungen,
die in den letzten Jahren und auch in der letzten Reha hochgekommen waren, erst
einmal bearbeiten musste, bevor ich mich an Neues wagen konnte.
Gleichzeitig war ich körperlich gestärkt. Ich hatte etwas zugenommen und war
bereit, wieder in die Arbeit einzusteigen. Das Unternehmen war in der
Zwischenzeit an einen großen Internetanbieter verkauft worden. Mein früherer
Chef nicht mehr dort tätig. So konnte ich dort in einer neuen Position wieder
neu anknüpfen. Da das Unternehmen jedoch örtlich verlegt wurde und ich meinen
Wohnort nicht langfristig verlassen wollte, wurde mir schnell klar, dass ich
mich anderweitig umschauen muss. Relativ schnell fand ich eine neue,
gleichwertige Stelle und konnte optimistisch in die Zukunft sehen.
Parallel entschieden mein Freund
und ich zu heiraten. Es war für mich ein sehr wichtiger Schritt, mich auch mit
den Erfahrungen der Schwäche anzuvertrauen. Gleichzeitig war ich in der Tat
überzeugt, dass ich wieder genesen war. So feierten wir im April 2005 unsere
Hochzeit mit vielen Freunden und Verwandten. Ich fühlte mich wie Phönix, der
aus der Asche wiederauferstanden ist, und war optimistisch. Wenn man mich
damals gefragt hätte, ob ich geheilt bin, hätte ich eindeutig „Ja“ gesagt. Das
war jedoch ein fataler Irrtum, was sich bald herausstellen sollte.
Fortsetzung folgt!
Teil 2: Vor den Trümmern meiner Existenz
Teil 3: Die Suche nach Klarheit – eine Odyssee (2019 bis 2023)
Samstag, 1. Juni 2024
Fahrtkosten zu Arztterminen oder Therapien
In gewissen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Fahrtkosten zu Behandlungen und Arztterminen, wobei ein Teil der Kosten jedoch vom Versicherten selbst bezahlt werden muss. Dabei beträgt die Zuzahlung zehn Prozent (mind. 5 EUR, max. 10 EUR). Wenn Ihre Belastungsgrenze überschritten ist, können Sie sich selbstverständlich auch hier befreien lassen.
Für die Übernahme von Fahrtkosten zu Ärzten oder Therapien müssen jedoch zwingende medizinische Gründe vorliegen, für die normalerweise eine ärztliche Verordnung notwendig ist.
Personen
- mit Pflegegrad 4 oder 5
- einem Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG, Bl oder H
haben wiederum die Möglichkeit, die Fahrten auch ohne ärztliche Verordnung erstattet zu bekommen.
Für Erkrankte mit Pflegegrad 3 und einer dauerhaften Mobilitätseinschränkung übernimmt die Krankenkasse manchmal über eine Sondergenehmigung die Kosten. Dies sind jedoch Einzelfallentscheidungen.
Welche Fahrten werden bezuschusst?
Erstattet werden in der Regel die Kosten für Krankenfahrten
- bei stationären Leistungen
- bei vor- oder nachstationären Leistungen
- bei ambulanten Operationen, wenn dadurch ein KH-Aufenthalt vermieden werden.
Zudem können Fahrten
- zur Dialyse
- zur Krebstherapie
bezahlt werden.
Fahrtkosten zu ambulanten oder stationären Reha-Maßnahmen werden wiederum
ohne ärztliche Veordnung direkt bei der Krankenkasse beantragt.
Einfache Hausarztbesuche oder fachärztliche Vorsorgeuntersuchungen werden NICHT bezuschusst.
Wie ist das Prozedere?
Sie benötigen eine ärztliche Verordnung oder die o.g. Voraussetzungen und müssen die Fahrtkosten-Übernahme bei der Krankenkasse schriftlich beantragen. Dafür legen Sie Quittungen, Fahrkarten oder Kilometernachweise vor. Manchmal rechnet das Transportunternehmen auch direkt mit der zuständigen Krankenkasse ab, worüber Sie informiert werden.
Bitte bedenken Sie, dass nur in Ausnahmefällen nachträgliche Verordnungen für Beförderungen akzeptiert werden. Darüber hinaus werden Fahrten nur zur nächstgelegenen Behandlungsstätte bezuschusst - wobei das in Zeiten des Ärztemangels m.E. jedoch sehr relativ zu sehen ist.
Welche Möglichkeiten gibt es, wenn die Krankenkassen die Fahrten nicht bezahlen?
Sie können dann die Fahrtkosten zu Ärzten und Therapien in der Steuererklärung geltend machen. Wenn Sie über eine zumutbare Grenze kommen, erhalten Sie einen Teil der Kosten zurückerstattet.
Quelle: VdK-Zeitung, Ausgabe Juni '24
Sonntag, 26. Mai 2024
ME/CFS und Reha?
Grundsätzlich gilt in Deutschland "Reha vor Rente".
Daher war es bisher üblich, dass die deutschen Krankenkassen Erkrankten nach einer längeren Arbeitsunfähigkeit eine Aufforderung zuschickten, in der darum gebeten wurde, eine Reha zu beantragen. In diesem geschützten Rahmen sollte dann die Arbeitsfähigkeit beurteilt werden bzw. der Erkrankte auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorbereitet werden.
Bei Long/ Post Covid und ME/CFS geraten diese Regelungen jedoch ins Wanken. Zu viele Betroffene kamen nach einer Reha in einem stark verschlechterten Zustand nach Hause, zu viele Betroffene waren und sind per se reha-unfähig.
Daher ist ein Umdenken in den Krankenkassen und Rentenkassen notwendig, um den Betroffenen von ME/CFS und Long-/ Post Covid gerecht zu werden. Aber nach wie vor werden die Erkrankten in ungeeignete Reha-Einrichtungen geschickt - obwohl bisher kaum Reha-Kliniken bekannt sind, die sich auf die spezielle Situation der Erkrankten eingestellt haben sowie die notwendige Ruhe und Reizarmut bereitstellen können. In der Versorgungsstudie
CFS-Care der Charité Berlin unter Federführung von Prof. Dr. Scheibenbogen soll erstmals ein entsprechendes Konzept entwickelt werden.
Seien Sie daher bitte vorsichtig, falls Sie aufgefordert werden sollten, einen Reha-Antrag zu stellen. Überprüfen Sie mit Ihren Behandlern, ob Sie überhaupt reisefähig und in der Lage sind, eine solche Reha-Maßnahme durchzuführen. Falls dies nicht der Fall ist, lassen Sie sich von Ihren Behandlern die Reha-Unfähigkeit bescheinigen. Das ist keine Niederlage, denn Pacing, Physiotherapie und Co. kann man auch zuhause erlernen. Alles ist besser als sich noch weiter zu verschlechtern im Rahmen eines bestenfalls gut gemeinten, aber unpassenden und schädigenden Umfeldes.
Bei einer noch bestehenden Rehafähigkeit ist es sinnvoll, in den entsprechenden Selbsthilfegruppen und in Vereinen nach geeigneten Reha-Einrichtungen zu fragen, in denen ME/CFS, Pacing, PEM/ PENE und Co. keine Fremdwörter sind - und die anderen Betroffenen vor allen Dingen geholfen haben. Dabei sollte klargestellt werden, dass in den betreffenden Reha-Einrichtungen bei ME/CFS und Co. keine Aktivierungstherapien (GET-Therapien) angeboten werden.
Achten Sie bei dieser Frage gut auf sich!
Freitag, 24. Mai 2024
MCAS: Achtung bei Vibration
In der Medizin, Physiotherapie und im Wellness-Bereich werden inzwischen immer öfter elektrische Stimulationsgeräte eingesetzt:
- TENS-Geräte (transkutane elektrische Nervenstimulation) werden in der Schmerztherapie zur Schmerzlinderung verwendet mit dem Vorteil, dass keine bzw. weniger Medikamente mit weitreichenden Nebenwirkungen geschluckt werden müssen.
- EMS-Geräte (elektrische Muskelstimulation) werden in der Physiotherapie und in der medizinischen Reha eingesetzt, um den Muskelaufbau zu fördern. Inzwischen haben diese Geräte auch im Wellness- und Freizeitsportbereich für Ganzkörpertrainings Einzug gehalten.
- Ähnlich wirken die Vibrationsplatten, die im Freizeitbereich einen Boom erleben.
- Nervus Vagus-Stimulatoren wie z.B. Sensate werden wiederum genutzt, um das autonome Nervensystem ins Gleichgewicht zu bringen bzw. den Parasympathicus zu aktivieren.
Da Vibration bei MCAS jedoch stark triggern kann, sollten Sie diese Geräten vorsichtig handhaben - und auch Ihre Behandler entsprechend anweisen. Nutzen Sie anfangs unbedingt die niedrigste Stufe, um sich an die Stimulation zu gewöhnen und die Verträglichkeit zu testen - und steigern Sie bitte nur langsam. Im Zweifelsfall belassen Sie es auf einer niedrigen Stufe.
Ich selbst arbeite mit TENS-, EMS- und Nervus Vagus-Geräten. Aber mir ist bewusst, dass ich diese nur auf niedriger Stufe nutzen darf, da ansonsten ein Crash oder heftigste Blockaden bzw. Taubheiten drohen. Entsprechende Erfahrungen musste ich leider machen. Auch kann ich das TENS- und EMS-Gerät nicht an jeder Stelle meines Körpers ansetzen. Das EMS-Gerät ist z.B. gut einsetzbar, um meine Rückenmuskeln zu aktivieren und aufzubauen. Ein Versuch an meiner rechten Schulter endete jedoch mit heftigsten Schmerzen und Blockaden, die über Wochen andauerten. Auch beim Nervus Vagus-Stimulator nutze ich nur die niedrigste Stufe, da höhere Einstellungen in einer Überreizung enden. Auf Vibrationsplatten wiederum verzichte ich lieber.
Dienstag, 21. Mai 2024
Reha/ Kur mit Begleitung
Manchmal fühlt man/frau sich wohler und auch sicherer, wenn der/die
Partner/in auf der Kur dabei ist. Manchmal ist es sogar vonnöten, z.B.
aufgrund der Behinderungen. Und oft empfindet man/frau die Reha als
schrecklich lang - und wäre erleichtert, wenn wenigstens ein paar Tage
jemand aus der Familie da wäre.
Ob und inwieweit dies in Ihrem
speziellen Fall möglich, sinnvoll bzw. notwendig ist, sollten Sie
zuallererst mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Darüberhinaus muss
dies natürlich auch mit der betroffenen Kurklinik geklärt werden. Gerade
in der Psychosomatik ist die Begleitung von Familienmitgliedern bzw.
ein allzu enger Kontakt mit diesen oft unerwünscht; Besuche am
Wochenende oder zu Familien- bzw. Paargesprächen sind meist jedoch gern
gesehen.
Es gilt daher wie immer die individuelle Situation:
Grundsätzlich gibt es jedoch drei Möglichkeiten für den/die Partner/in, Sie auf eine Kur zu begleiten:
1. Ihr/e Partner/In kann Sie auf eigene Kosten zur Kur begleiten.
Er/Sie kann mit Ihnen zusammen ein Doppelbett belegen, und muss dann die
Kosten für sein/ihr Bett und die Vollpension tragen.
2. Ihr/e
Partner/In benötigt selbst eine ähnlich gelagerte Kur. Dann müssen Sie
beide jedoch trotzdem getrennt den Antrag stellen und darin vermerken,
dass Sie zur gleichen Zeit in diesselbe Einrichtung wollen.
3. Ihr/e Partner/In soll zur therapeutischen Unterstützung mit zur Kur. Dies muss jedoch der Arzt sehr ausführlich begründen. Die Klinik selbst muss dies natürlich auch als sinnvoll erachten.
Separat behandelt wird die Frage, ob Sie für die An- bzw. Rückreise zur Kurklinik eine Begleitung benötigen. Dies wird in der Regel im Antragsformular für den Arzt abgefragt. Dieser entscheidet letztlich, ob und in welcher Form Sie begleitet werden müssen. Falls Sie daher Bedenken haben, allein zu reisen, sprechen Sie dieses Thema bei der Antragsstellung mit Ihrem Arzt ab.Eine Ausnahme gibt es jedoch auch hier für (allein erziehende/r)Mütter oder Väter. Hier gibt es spezielle Kliniken, in denen in der Regel ein breites Kinderprogramm angeboten wird. Dieses geht von Erlebnispädagogik über Spiel- und Sportangebote bis hin zu Lern- und Hausaufgabenhilfen. Fragen Sie am besten Ihren Arzt oder den Versicherungsträger direkt nach geeigneten Kliniken.
Was hat es mit dem Bluttest auf sich, der ME/CFS nachweisen soll?
Wissenschaftler der britischen University of East Anglia in Zusammenarbeit mit dem Biotech-Unternehmen Oxford Biodynamics (OBD) haben im let...
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Die Therapie eines Mastzellaktivierungssyndroms besteht in erster Linie darin, die mastzellaktivierenden Trigger zu vermeiden. Dies kann die...
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Gerade wurde in einem Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung über eine erste Studie zu Naltrexone bei Long Covid und ME/ CFS berichtet http...
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Ich selbst kann drei Programme empfehlen, wobei ich mich bei der Auswahl auf die deutschsprachigen Programme konzentriert habe. M.E. ist es...

